Element Feuer

Die Energie des Feuers ist leicht zu charakterisieren: Wie eine Flamme steigt sie leicht nach oben, dehnt sich aus und führt zur Transformation, indem sie den vorhandenen Brennstoff zu Rauch aufgehen lässt. Sie wärmt und erhellt, doch wenn sie nicht eingedämmt wird, breitet sie sich grenzenlos aus und verschlingt alles um sich herum.

Analog zur Glut, zu Hitze, Entzündung und Sonnenbrand ist die Farbe des Feuerelementes rot. Seine Jahreszeit ist der Sommer, der von sengender Hitze, Wachstum und Ausdehnung geprägt ist. Die Lebensphase des Feuers folgt der des Holzes, der Geburt, auf dem Fuße. Sie ist gekennzeichnet durch Aufstreben, Besitz ergreifen, Wachstum und seinen Platz im Leben finden. Im Wechselspiel der Wandlungsphasen wird das Feuer vom Wasser in Schach gehalten, nährt sich vom Holz und liefert das Substrat für die Erde. Auf das Metall wirkt seine verschmelzende Kraft kontrollierend.

Manche Menschen haben eine ausgesprochene Affinität zu einem einzigen Element, während andere gleichmäßig aus dem gesamten Spektrum der fünf Wandlungsphasen schöpfen. Dies kann sich auch im Verlauf der einzelnen Lebensphasen verschieben. Wie bei allen anderen Elementen auch, so finden sich Anteile des Feuerelementes in jeder anderen Lebensphase wieder. Mal stärker und mal schwächer, je nachdem, welchen Platz wir uns im Leben erobert haben oder welche neue Position wir gerade anstreben.

Der Feuertyp

Ein Mensch vom Feuertyp ist eine leuchtende Persönlichkeit, die ihr Herz auf der Zunge trägt. Er versteht es mit Humor und Leichtigkeit, Anhänger um sich zu scharen und selbst die unterschiedlichsten Individuen für ein gemeinsames Ziel als überzeugte Gruppe zu vereinen. Charakteristisch für einen solchen Anführer (aber auch Verführer) sind eine warme Ausstrahlung, gutes Einfühlungsvermögen und das Bedürfnis, seinen Optimismus und seine Überzeugung an die Menschen in der Umgebung weiter zu geben, sie neu zu organisieren und dadurch zu vereinen.

Feuer ist das Element der Freude, des Lachens und Tanzens. In der Liebe ist ein Feuertyp hemmungslos: Seine größte Stärke und zugleich seine größte Schwäche liegt darin, aus tiefstem Herzen zu lieben und mit dem oder der Geliebten zu verschmelzen. Seine Denkweise ist von Freude und Phantasie geprägt. Er verkörpert Licht, Weisheit und Aktivität, besitzt eine gute sprachliche und körperliche Ausdrucksfähigkeit und schafft sich mit seiner offenen Art leicht neue Freunde.

Die Kehrseite

Feuer braucht Nahrung. In diesem Sinne benötigt der Feuertyp ständige Stimuli, sei es durch Genussmittel, Anerkennung oder den Austausch mit anderen Menschen. Er knüpft schnell neue Beziehungen, die er meist nur lose pflegt, denn alles Schwere und Tiefgründige widerspricht seiner allgemeinen Leichtigkeit und Lebensfreude.

Auf diese Weise kommt er mit den unterschiedlichsten Menschen und Meinungen in Kontakt. Oft schafft er es nicht, sich dabei ausreichend abzugrenzen. Darunter leidet sein Urteilsvermögen. Er kann vom einen Extrem ins andere verfallen und verspürt, da er sich ohnehin auch kräftemäßig leicht verausgabt, bald Angst und Verwirrung, weil ihm die eigene Überzeugung keinen Halt mehr zu geben vermag. So schwankt auch seine Stimmung schnell vom „himmelhoch jauchzend“ bis zum „zu Tode betrübt“.

Wird ein Feuer nicht ausreichend kontrolliert, dann neigt es dazu, sich zu verselbstständigen. Es verzehrt seine eigenen Ressourcen so schnell, wie eine Kerze, die an beiden Enden brennt. Beim Menschen macht sich das wie folgt bemerkbar: Feuer im ausgewogenen Zustand zeigt sich durch eine gesunde, rötliche Gesichtsfarbe, leuchtende Augen, Wärme und energievolles Handeln.

Während es sich im exzessiven Überschuss durch einen entzündlich geröteten und trockenen Zustand mit großer Erregbarkeit und damit in einer Yang-Symptomatik ausdrückt, kommt es im kollabierten Zustand zu einer Yin-Charakteristik mit Blässe und Kältegefühl. Der buchstäblich ausgebrannte Mensch (Burn-out-Syndrom!) ist leicht zu erschrecken, verwirrt und in seinen Selbstzweifeln extrem verletzlich.

 

Das Element der Heisssporne und Enthusiasten

Quelle: www.das-pta-magazin.de